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Chronik über die Entwicklung des "Hartenberg" in Roßwein
und des  KGV "Waldfrieden" e.V.


Anno Domini 1300 wurde dieses unbewaldete Stück Land dem Kloster Altzella zugeschlagen.
Eine Zeit lang wurde es als Viehweide genutzt um später von den Herren zu Gersdorf erworben zu werden. Im Jahre 1875 wurde dieses Land in einzelne Parzellen aufgeteilt und verpachtet. Die Parzelle wurde daraufhin als Feld genutzt.
Im Jahre 1882 wurde in Roßwein der "Roßweiner Verschönerungsverein" gegründet, welcher sich dem Hartenberg annahm um einen Stadtpark anzulegen.
Es mussten Wege anlegte werden um den Berg guten Fußes begehen zu können, auch wurden die freien Flächen mit Sträucher und Buschwerk bepflanzt. Die  große Aufforstung mit Bäumen erfolgte im Jahr 1888. Es sollte ein schöner Mischwald werden und so wurde auf die Fichte, den Ahorn, die Eiche und die Buche zurückgegriffen. 1898 wurde der Bismarkhain angelegt, der später in Goethe-Platz umbenannt wurde. Es kam 1904 eine Trinkhalle dazu und das Hartenberg-Singen war geboren. Unterstüzt wurde das Hartenberg-Singen von unserem langjährigen Sängertrio, Gartenfreundin Rothe, Kurth und Drexler. Heute findet kein Hartenberg-Singen auf dem Hartenberg mehr statt. Im Jahre 1926 wurde die "Hartenbergbaude" errichtet und die ist mit einigen Unterbrechungen in der Bewirtschaftung, auch Heute noch eine gute Empfehlung.
Nach dem zweiten Weltkrieg und um die dadurch entstandenen Not etwas zu lindern, wurde ein kleiner Bereich des Hartenbergs im Zuge der Prachlandaktion als Gartennutzfläche wieder urbar gemacht. Die Brachflächen entstanden unter anderem durch nachfolgende Umstände.
In den Jahren nach 1945 wurden auch wie anderswo in Deutschland, Reparationsforderungen von den "Befreiern" geltend gemacht. Die nun im großem Stiel durchgeführten Maßnahmen, die Demontage von Maschinen, fanden in den unterschiedlichsten Fabriken in Roßwein statt und durch die Menge der requirierten Maschinen ergab sich jetzt ein Verpackungsproblem.
Es gab nicht genügend Holz für die Kisten in welche die Maschinen verpackt werden sollten. Alle demontierten Maschinen mußten in Holzkisten verpackt werden, um diese gesichert nach Rußland transportieren zu können. Holz gab es aber unter anderem auf dem Hartenberg und das Roden begann. Auch wurde Holz gebraucht für die Beheizung von Krankenhäusern öffentlichen Gebäuden und natürlich auch für die private Heizung, die ja in diesen Jahren ein Überleben bedeutete.
In den Jahren 1947 bis Ende 1948 erfolgte nun in dem zukünftigen Spartenbereich die Säuberung von Felsgestein und auch die Baumwurzeln von den gerodeten Bäumen wurden ausgegraben, zum heizen verwendet, dass alles in intensiver Handarbeit.
Gleichzeitig kam es in den Jahren 1947-1948  zu einer Vereinsbildung mit der Gartengruppe "Gersdorfer Weg". Das war aber kein Glücksgriff und so erfolgte bereits 1949 die Trennung von der Gartengruppe "Gersdorfer Weg".
So erfolgte nun die Gründung des jetzigen Kleingartenvereins "Waldfrieden e.V.".

Die Einfriedung des Gartengrundstückes wurde von 1948 bis Fertigstellung 1950 ausgeführt. Alles für die Einfriedung  notwendige Material wurde selbst hergestellt. Die Zaunsäulen sind vor Ort hergestellt, die Riegel für den Zaun und die Zaunlatten selbst gesägt und verbaut.
Parallel dazu fand der Wegebau in der Anlage statt, auch der Brunnenbau begann. Die Gartengruppe war bis dato ohne Wasserversorgung.
Nach der Ausschachtung erfolgte die Sprengung des Felsens, der kurz nach der Oberfläche zum Vorschein kam. Mit der Verlegung der Brunnenrohre war eine Tiefe von ca.6 Meter Tiefe erreicht. der Erfolg war mäßig und das Wasser war kontinuierlich knapp.
In  den Jahren 1963 bis 1964 erfolgte nach Erkenntnissen von Wünschelrutengänger eine Neuschachtung.  Der Brunnen erreichte jetzt eine Tiefe von 7,50 Meter. Da immer noch zu wenig Wasser zulief, wurde ein Geologe aus Chemnitz zu Rate gezogen. Das nicht gerade ermundernte Ergebnis war, es befinden sich im Umfeld vom Brunnen keine wasserführenden Schichten. Alles was der Brunnen sammelte, war Oberflächenwasser mit denen man nun bis auf weiteres auskommen musste.

Die Wasserversorgung aus dem Brunnen und die Versorgung mit Energie wurde nun mit dem Anschluss an jede Parzelle sichergestellt und das in den Jahren 1968 bis 1969. Die Energieversorgung wurde von der "Hartenberg Baude" zur Gartengruppe über Oberleitung realisiert.

Das nach wie vor große Problem, die Wasserversorgung, wurde mit der Beschaffung eines großen Vorratsbehälters aus dem Gaswerk etwas gelöst, da man jetzt das Wasser darin sammeln konnte.
Dieser Behälter wurde liegend  an Standort eingebaut und mit den Anschlüssen an die bestehenden Versorgungsleitungen verbunden.
Bis dato wurde das Wasser mit Handpumpen gepumpt, jetzt kam eine elektrische Kreiselpumpe  zum Einsatz.
Das Wasser wurde mit der Kreiselpumpe in den Vorratsbehälter gepumpt und über die drei Versorgungsleitungen  in die einzelnen
Parzellen mittels natürlichem  Gefälle geleitet.

In den Jahren 1983 bis 1985 wurde das lange gewünschte Spartenheim gebaut.
Die Notwendigkeit dafür wurde durch die Mitglieder und dem Vorstand auf einer Versammlung bestätigt. Die Größe des Gebäudes ergab sich aus der Größe der Parzelle, welche für den Bau zur Verfügung stand.
Im laufe der Jahre entwickelte sich das Spartenheim zu einer beliebten Baude mit einem übersichtlichen Speise und Getränkeangebot.
Auch Gäste waren herzlich willkommen. Bei stattfindenten Gartenfesten war und ist das Spartenheim gut mit eingebunden. Das ist auch der Verdienst alle bisherigen  Gartenvorstände, Vorstandsmitglieder sowie alle Gartenfreunde die sich für den Bau arrangierten und den Bestand einsetzten. Nach mehreren nichterfüllbaren Forderungen, wie neue Toilettenanlagen, Kühl-und Küchenanlagen usw, erfolgte die Schließung als "öffentliches" Spartenheim und wird nur noch indivituell von den Gartenfreunde  betreut und genutzt.
Dank einiger Gartenfreunde ist das Spartenheim auch im Jahre 2011 in einem recht passablen Zustand, der aber nur durch eine ständige Werterhaltung zu erhalten ist. Eine schöne Bestuhlung steht nicht nur den Gartenfreunden zu den Gartenversammlungen bereit, der Ofen, (schon was altersschwach-müsste mal erneuert werden)  der wärmt auch im Winter die Gartenfreunde ein, die auf einem Rundgang durchs Gartenrevier sind, um dann im Spartenheim zu verweilen.

Im Jahre 1990 wurde die bestehende Wasserversorgung durch die Beschaffung von 2 Stück stehenden Vorratsbehältern aus den Schmiedewerken Roßwein, weiter verbessert.

Durch einen Sturm in Jahre 1995 wurde die Oberleitung zur Gartengruppe zerstört, von der "Hartenberg Baude" zur KGV "Waldfrieden" erfolgte eine Neuverlegung, jetzt mittels Erdkabel .
Die in diesem Zuge mitverlegten Kabel für die Wegebeleuchtung befinden sich noch in Bereitschaft, denn die notwendigen Lampen wurden nicht aufgebaut.

Nochmals das leidige Problem aber so ziemlich das Wichtigste ist in einem Garten, die Wasserversorgung.

Da das Brunnenwasser wie in jedem warmen Jahr nicht für alle ausreichte, machten sich einige Gartenfreunde Gedanken dazu, wie das abgestellt werden kann. Den Brunnen vertiefen bringt nichts, denn  Wasser führende Schichten gab es nicht  ..........  was tun?
Da gab es doch früher eine alte Wasserleitung, mit der die Bewohner der Grundstraße, der Bergstraße und der Etzdorfer Straße versorgt wurden. Dieses Wasser wurde ständig durch Laboruntersuchungen überwacht, als "gut" eingeschätzt aber sicherheitshalber für Kleinkinder der Verbrauch  im abgekochten Zustand empfohlen. Dieses Wasser entsprach später nicht mehr dem Standard und wurde also nicht mehr benötigt.

Das Problem, der Anschlussschacht befand sich viele Meter von der Gartengruppe entfernt auf der Etzdorfer Flur in ca. 1,50 Meter Tiefe und das in einem felsigen Gebiet. Einen Graben in felsigen Untergrund  zu treiben, das war nur durch den Einsatz mit entsprechender Technik zu lösen. Diese gab es aber nicht so oft, wie das Heute jeder gewohnt ist.
Es gab aber zu DDR-Zeiten diese geflügelten Worte,  "mit sozialistischer Hilfe". Damit wurden solche Aufträge unterschrieben, das war  (fast) wie ein Freilos. Damit wurde so vielen geholfen, wie auch unserer Gartengruppe. Auftrag raus und in kürzester Zeit stand ein fast neuer Bagger T174-2  ausgerüstet mit Tieflöffel in der Gartengruppe und legte mit dem Baggern los
Durch die Gartenfreunde wurde der Versorgungsgraben nachgeschachtet, die Felsbrocken rausgeräumt und für die Aufnahme einer PE-Leitung in den felsigen Untergrund vorbereitet. Anschließend wurde für das kostbare PE Rohr (gab es kaum) eine Sandsohle planiert und nach dem Verlegen wieder mit Sand abgedeckt um das Rohr zu schützen. Der Bagger hatte kaum  den Graben wieder verfüllt, die Fläche eingeebnet und schon begannen die Bauern das gerade abgeerntete Feld wieder neu zu bestellen. Einen Tag später hätten wir mit den Erdarbeiten nicht beginnen dürfen, da wären wir des Platzes verwiesen worden.
Dank aller mithelfenden Gartenfreunde wurde diese enorme Bauleistung an einem Wochenende ausgeführt und seit diesem Zeitpunk ist die Wasserversorgung für unsere Gartenanlage gesichert.  

Nach 1989 und der darauf folgenden Zeit zur Wiedervereinigung  "Deutschland" erfolgte wie überall eine Neuordnung  nach bundesdeutschen Rechts, so auch im Gartenwesen. Es entstand eine Patenschaft mit den Gartenfreunden aus Freiberg am Nekar, angestrengt durch deren Bürgermeister und dem Vorstand des dortigen Gartenvereins. Die ersten Gespäche dazu fanden im Roßweiner Rathaus statt. Es folgten gemeinsame Veranstaltungen, Busfahrten geprägt in einer guten Atmosphäre aller Beteiligten und mit einer hohen Beteiligung. Beim ersten Treffen in Freiberg a.N. wurde ein Gartenweg auf den Namen "Roßweiner Weg" getauft und eingeweiht. Leider ist diese Patenschaft eingeschlafen und es besteht keine Verbindungen Gartengruppe zu Gartengruppe mehr.


Zur Vervollständigung der Angaben werden gerne von jederman erbrachte Fotos und Zeitungsausschnitte in die Chronik eingearbeitet. Ein Schreiben aus der Entstehung und Trennung der Gartengruppen wurde uns jetzt zugängig gemacht und das möchte ich allen zur Verfügung stellen.

Luftbildaufnahme der Gartengruppe


Auch kam mit der Wende ein Rückgang der Gartenmitglieder, so auch in unserer Gartengruppe "Waldfrieden e.V." Dieser Umstand wurde durch die Schaffung von Tafelgärten etwas entschärft. Im Jahr 2015 wurde erstmalig in Zusammenarbeit mit der Stadt Roßwein und dem Kreisverband der Kleingärtner e.V. Döbeln vereinbart, dass in einigen freien Gärten Fichten für das Schul- und Heimatfest der Stadt Roßwein, angepflanzt werden. Die Pflege der Anbauflächen übernimmt die Stadt Roßwein  ( siehe Bild).

Tannenbäume im Oktober 2017

gut gewachsen


Eigentlich ist es schade das sich keine neuen Pächter finden und dadurch einige Gärten brach liegen -  in so einer schönen Umgebung.

Zur Vervollständigung der Angaben werden gerne von jederman erbrachte Fotos und Zeitungsausschnitte in die Chronik eingearbeitet.




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